BrustCentrum und Krebstherapie

Über das gesamte Angebot des BrustCentrum Zürich-Bethanien, insbesondere die onkologischen Therapien informiert die Website www.brustcentrum.ch vollumfänglich.

Die onkologischen Therapien, allen voran die Chemotherapien, werden in der Regel in den einzelnen onkologischen Praxen wie bei uns an der Rämistrasse 35 im 4. Stock durchgeführt. Einzelne Therapien müssen jedoch wegen langer Überwachungszeit in der Privatklinik Bethanien stattfinden. Prof. Köchli betreut diese Patientinnen ebenfalls.



Moderne Brustkrebstherapie-Medikamente

Zur medikamentösen Therapie des Brustkrebses werden heute hormonelle Therapien, Chemotherapien und teilweise auch der Antikörper in Form von sog. Immuntherapien eingesetzt.



Chemotherapie

Eine Chemotherapie wird auch als zytostatische Therapie bezeichnet. Bei der zytostatischen Therapie handelt es sich um Wirkstoffe, die die Vermehrung der Tumorzellen hemmen und deshalb auch Zytostatika (Zellstopper) genannt werden. Beim Brustkrebs z.B. wird die Chemotherapie mit unterschiedlicher Zielsetzung angewandt. Sie werden eingesetzt, um die Rückfallgefahr nach der Brustkrebsoperation zu vermindern, den Brustkrebs vor der Operation zu verkleinern, um eine Brusterhaltung zu erreichen und bei der fortgeschrittener Erkrankung zur Behandlung von Fernablegern (Metastasen).



Die hormonelle Therapie

Bei ungefähr zwei Dritteln aller Patientinnen mit Brustkrebs kommt eine antihormonelle Behandlung zum Einsatz. Voraussetzung ist, dass die Tumorzellen empfindlich sind für weibliche Hormone. Eine endokrine Behandlung soll somit den Einfluss der körpereigenen Hormone auf das Wachstum von Tumorzellen blockieren.
Heutzutage stehen verschiedene Antihormone zur Verfügung, die je nach Krankheitsstadium und Alter der Patientin (vor bzw. in der Menopause) eingesetzt werden.



Immuntherapie

Herceptin ist eine Eiweisssubstanz, ein sogenannter monoklonaler Antikörper. Herceptin wird nur bei Frauen mit HER-2- positiven Brusttumoren eingesetzt. HER-2 positive Brusttumoren besitzen an ihrer Zelloberfläche eine abnorme Anzahl von HER-2 Andockstellen, welche der Zelle Wachstumssignale geben. Herceptin vermag sich, an diese Andockstellen zu binden und damit den Tumorzellen den Wachstumsreiz zu entziehen. Herceptin gelangt wie die Chemotherapie oder die hormonelle Therapie in verschiedenen Stadien der Erkrankung zum Einsatz. Andere und neue Immuntherapien werden ebenfalls eingesetzt z.B. Perjeta beim Brustkrebs.



Weitere Infusions- und Injektionsbehandlungen

Je nach Beschwerdebild müssen in der Onkologie auch noch weitere Infusions- und Injektionsbehandlungen erfolgen. Beispiele sind die Gabe von Epo bei tiefen Blutwerten der roten Zellreihe, Faktoren, welche die weissen Zellen unterstützen oder Wirkstoffe, welche das Wachstum von Blutgefässen hemmen (Antiangiogenese): Z.B. Avastin